Wirtschaft : Photovoltaik soll mit Hilfe der Zusammenarbeit auf Deutschlands Dächer

Deutschlands Dächer sollen neu gedeckt werden: Gestern unterzeichneten Vertreter der Deutschen Shell AG und der Berliner Alligator Sunshine Technologies GmbH eine Kooperationserklärung. Ziel der Vereinbarung ist der gemeinsame Vertrieb von Solarstrom-Dachanlagen. Shell soll zu dieser Kooperation die Photovoltaikzellen für die Stromerzeugung und den Vertrieb durch bereits bestehende Verbindungen im Handwerksbereich besteuern. Die Alligator Sunshine GmbH, die als erste Firma Dachziegel mit integrierten Solarmodulen für die Warmwasseraufbereitung produzierte, wird mit Hilfe von Shell dieses Dachsystem jetzt auch für Photovoltaikanlagen anbieten.

Das Berliner Unternehmen entstand 1996 aus einem Forschungsprojekt an der Technischen Universität und startete im November 1999 mit der Produktion. Seitdem hat Alligator rund 200 Anlagen produziert und einen Umsatz von rund einer Million Mark gemacht. Izzet Furgaç, einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens, plant, im laufenden Jahr insgesamt 2500 Anlagen bei einem Umsatz von rund 10 Millionen Mark zu produzieren.

In welchen Größenordnungen sich das Kooperations-Geschäft mit den Photovoltaik-Modulen bewegen wird, konnte Furgaç gestern nicht sagen. "Dazu ist es noch zu früh - wenn wir bis Mitte des Jahres die Produktion aufnehmen, sind wir gut." Furgaç geht davon aus, dass die Umsätze im Photovoltaikbereich bei Alligator schon im kommenden Jahr höher sein werden als die im Warmwasserbereich.

Die Alligator GmbH, die zurzeit 25 Mitarbeiter beschäftigt, soll Ende des Jahres in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Für das Jahr 2002 ist der Gang an die Börse geplant.

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