Pilgerreisen : Iran will offenbar Transrapidstrecke bauen

Iran plant angeblich den Bau der Magnetschnellbahn Transrapid als Verbindung zu einem wichtigen Pilgerort im Nordosten des Landes. Eine Münchner Ingenieurfirma prüft zurzeit, ob die Umsetzung möglich ist.

München - Wirtschaftssanktionen stünden dem Projekt nicht entgegen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Die Münchner Ingenieurfirma Regierungsbaumeister Schlegel GmbH prüfe nach Angaben von Geschäftsführer Harald Späth, ob der Bau möglich sei. Die Firma habe einen offiziellen Auftrag erhalten, sagte Späth der "SZ". Dem Ingenieurbüro zufolge hat die iranische Regierung 1,5 Milliarden Euro als "Anschubfinanzierung" für eine Transrapid-Strecke zwischen Teheran und dem Pilgerort Maschhad bereitgestellt.

Ziel sei es, jährlich zehn bis 15 Millionen Pilger zu transportieren, sagte Schlegel-Geschäftsführer Späth dem Blatt weiter. Bisher seien sie für die Reise in den mehr als 800 Kilometer von Teheran entfernten Ort mit dem Bus zwei Tage unterwegs. Mit dem Transrapid lasse sich die Reisezeit auf zwei bis drei Stunden verkürzen. (tso/AFP)

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