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Pilotenstreik bei Germanwings : 60 Prozent der Flüge sollen stattfinden

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings streiken am Donnerstag und Freitag. Allein am Donnerstag sollen mehr als 160 Flüge ausfallen. Betroffen ist auch der Flughafen Tegel.

Die Piloten von Germanwings streiken erneut.
Die Piloten von Germanwings streiken erneut.Foto: dpa/Felix Hörhager

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings haben bundesweit ab Mitternacht die Arbeit niedergelegt. Insgesamt müssten am Donnerstag 160 von geplant rund 430 Flügen annulliert werden, sagte ein Sprecher von Germanwings. Die Mitarbeiter der Airline haben viele Gäste vorab über die Ausfälle per SMS oder Mail informiert. “Die Lage ist vollkommen ruhig.“ Am Flughafen Köln, der Heimatbasis der Billig-Airline, seien rund die Hälfte der insgesamt für den Tag gut 80 Verbindungen gestrichen worden, sagte ein Airport-Sprecher. Die Germanwings-Piloten streiken zwei Tage lang bis Freitagnacht. In dem Zeitraum fallen voraussichtlich knapp 40 Prozent der 900 geplanten Flüge aus. Regulär hingegen heben die Kurz- und Langstreckenflüge der Lufthansa ab - die Konzermutter wird dieses Mal nicht bestreikt.

Reisende sollten im Internet prüfen, ob ihr Flug ausfällt

Der Ausstand trifft vor allem die Flughäfen Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart. In Frankfurt und München werden dagegen kaum Behinderungen erwartet, weil Germanwings diese Drehkreuze nur selten anfliegt.

Der Sprecher der Airline riet Reisenden, im Internet zu prüfen, ob ihre Verbindung ausfällt. Betroffene könnten ihren Flug kostenlos stornieren oder umbuchen. Mit Hilfe der Bahn und Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften sollen nach Angaben des Unternehmens rund 80 Prozent der mehr als 70 000 Gäste ihre Ziele erreichen.

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings wollen die Arbeit wegen eines Tarifstreits bis Freitagabend niederlegen. Gestritten wird unter anderem über die Übergangsversorgung der Piloten vor dem Renteneintritt. Es gibt aber auch grundlegende Meinungsverschiedenheiten über den künftigen Kurs der Lufthansa.

Die Vereinigung Cockpit hatte im vergangenen Jahr bei den Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu insgesamt zehn Streiks aufgerufen, nur einmal sagte sie den Arbeitskampf kurzfristig ab. Das Unternehmen bezifferte den Schaden auf rund 200 Millionen Euro, rund 7400 Flüge fielen aus, 850 000 Passagiere waren betroffen.

Was Fluggäste jetzt tun können, lesen Sie hier. (dpa)

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