Wirtschaft : Pin wird auch ohne Käufer weitergeführt Investorengespräche aber noch nicht beendet

Berlin - Das Geschäft des insolventen Briefdienstleisters Pin wird auch dann fortgeführt, wenn sich kein Käufer finden sollte. Die Gläubigerversammlung habe am Freitag beschlossen, dass die operative Leitung bei Insolvenzverwalter Bruno Kübler verbleiben solle, wenn der erwartete Kaufpreis von keinem der Interessenten geboten werde, teilte Pin am Montag mit. Kübler betonte jedoch, dass er weiterhin eine „große Lösung“ – also den Verkauf weiter Teile der Gruppe – anstrebe. Nach wie vor fänden diesbezüglich Gespräche mit drei Interessenten statt, sagte Kübler. Es bestehe aber kein Grund, sich zeitlich unter Druck setzen zu lassen. „Die verbliebenen rund 50 solventen operativen Pin-Gesellschaften mit rund 4000 Mitarbeitern tragen sich derzeit aus dem Cashflow“, sagte er. Insbesondere die Berliner Pin Mail AG stehe auf wirtschaftlich soliden Füßen.

Die Pin-Gruppe, zu deren Minderheitsgesellschaftern der Holtzbrinck-Verlag (Tagesspiegel-Inhaber) gehört, war zahlungsunfähig geworden, nachdem Haupteigner Axel Springer ihr den Geldhahn zugedreht hatte. ysh

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