Wirtschaft : Pixelpark holt Elephant Seven nach Berlin

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Berlin - Der Internet-Dienstleister Pixelpark erwägt, den Münchener Firmensitz der Werbefirma Elephant Seven nach der geplanten Übernahme zu schließen und nach Berlin zu verlagern. Dies teilten Vorstand und Aufsichtsrat von Elephant Seven (E7) in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme mit. Vier bis fünf Beschäftigte seien betroffen. Darüber hinaus plane Pixelpark keine Schließungen oder Verkäufe von Geschäftsbereichen.

„Wenn die Hauptversammlung zustimmt, wird der Standort München geschlossen“, sagte E7-Vorstand Horst Wagner dem Tagesspiegel. Wagner ist bereits seit Anfang November auch Pixelpark-Vorstand. In München sei nur noch die E7-Finanzabteilung tätig, operative Geschäftseinheiten habe man bereits vor zwei Jahren aufgegeben. E7 beschäftigt in Berlin, Hamburg, Bielefeld und Köln insgesamt 130 Mitarbeiter. Pixelpark hat 180 Beschäftigte.

Der einstige Börsenstar will Elephant Seven per Aktientausch übernehmen. Anleger können ihre E7-Papiere in je 0,95 Pixelpark-Anteilscheine tauschen. „Der Vorstand empfiehlt den Aktionären, das Angebot anzunehmen“, sagte Wagner. „Der Zusammenschluss eröffnet der Gesellschaft die Möglichkeit, ihre Stellung in den Kernmärkten auszubauen, und erleichtert die Erschließung wichtiger neuer Märkte“, heißt es in der Stellungnahme. Der Vorstand soll im Amt bleiben.

Pixelpark machte im vergangenen Jahr einen Honorarumsatz von 20 Millionen Euro. Die Allianz mit E7 dürfte der Agentur einen Wachstumsschub geben. Vor allem die Verbindung zu der renommierten, aber in eine Schieflage geratenen Werbeagentur Springer & Jacoby eröffnet Pixelpark neue Geschäftsfelder. Springer & Jacoby hatte in diesem Jahr seinen wichtigsten Kunden Mercedes verloren. Die Agentur wurde unlängst von dem Beteiligungsunternehmen Avantaxx gekauft und ist an E7 und im Zuge der Übernahme an Pixelpark beteiligt.

Das Übernahmeangebot läuft einschließlich einer Nachfrist von zwei Wochen noch bis 19. Januar. Pixelpark will mindestens 75 Prozent der Aktien bekommen. Falls ihr 95 Prozent der Anteile angedient werden, will Pixelpark die Minderheitsaktionäre zwangsweise abfinden. Am 27. Dezember lag die Umtauschquote bei rund 18,6 Prozent. mot

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