Wirtschaft : Planspiel Börse: Mit Altana gut verdient

fmk

Die Sieger des Planspiels Börse können in den nächsten Tagen ihr Preisgeld ausgeben. In Berlin hatten die "Giesche-Broker", fünf Schülerinnen und Schüler von der Georg-von-Giesche-Oberschule, mit ihrem Startkapital am erfolgreichsten gewirtschaftet. Die Landesbank Berlin übergab jetzt dem besten Team sowie den "Top 15" ihre Urkunden. Stefanie Landgraf, Corinna Schneider, Suzan Cakir, Bashkim Barin und Michael Fulawka, alle 16 Jahre alt, machten im Spiel aus 50 000 Euro 65 965,52 Euro. Damit lagen sie bundesweit unter 53 000 Teams auf einem beachtlichen 27. Platz. Für ihre Schule gibt es 300 Mark. 800 Mark - ganz reales - Preisgeld können sie für sich behalten. Sie legen es nicht an der Börse, sondern eher kurzfristig an. "Wir teilen es auf. Ich gehe damit Klamotten shoppen", sagt Corinna Schneider. Die fünf sind stolz auf ihr gutes Abschneiden. "Aber irgendwie war das einfach Schicksal", so Suzan Cakir. Die Spielsieger haben anfangs den Pharma-Wert Altana gekauft und einfach bis zum Schluss gehalten. Bashkim Barins Tip für Anleger: "Eine Aktie kaufen und Ruhe bewahren." Im unruhigen Börsenjahr 2000 ist "Setzen und beten" der richtige Weg gewesen, fügt Michael Fulawka hinzu. Stefanie Landgraf betont, dass Glück an der Börse eine große Rolle spielt.

Marketing-Direktor Christian Freese von der Landesbank ehrte die besten 15 Planspiel-Gruppen Berlins. Teams mit Namen wie "Glücksschweine" hatten ihr Anfangsguthaben um mindestens 10 000 Mark vermehrt. Besonders hob Freese die "Bad Blue Boys", Platz vier, hervor, die fünf Mal Wochensieger waren. Die Giesche-Broker überholten sie erst in der letzten Woche des Planspiels. Auf Platz zwei lagen "The Insider", auf Platz drei die "Geldsäcke". Vom 2. Oktober bis 5. Dezember 2000 nahmen Schüler aus ganz Europa am Planspiel Börse teil und setzten 2,3 Milliarden virtuelle Euro an Wertpapieren um.

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