Planspiel Börse : Mit großen Namen ganz vorn dabei

Beim Planspiel Börse liegt nun das Team MagentaCorp vorn. Sie sind Spezialisten für IT-Unternehmen.

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MagentaCorp: Alexander Beuthner, Oleg Levington, Julian-Dominic Zimmermann und Melanie Günther (von li.) lassen sich zu...Foto: Mike Wolff

Berlin - Mit 52 947,48 Euro im Online- Depot hat das Team MagentaCorp den Wochensieg beim Planspiel Börse errungen. Bis vergangenen Freitag lagen die Spiel-Börsianer auf Platz eins unter den Berliner Teilnehmern.

Seit Anfang Oktober spekulieren mehr als 420 Berliner Schülerteams mit einem virtuellen Startguthaben von 50 000 Euro. Am 15. Dezember wird dann der endgültige Gewinner des Planspiels feststehen. Organisiert wird das Spiel von den Sparkassen. Interessierte können sich noch bis zum 15. November anmelden und ein Depot eröffnen.

MagentaCorp, das sind Oleg Levington, Alexander Beuthner, Melanie Günther und Julian-Dominic Zimmermann. Die vier Schüler des Oberstufenzentrums Informationstechnik und Medizintechnik (OSZ IMT), einer Berufsschule für Informationstechnik, simulieren in ihrem Pflichtfach „Wirtschaftliche Prozesse“ die Börse. Die ganze Klasse macht auf Vorschlag der Lehrerin mit. Außerhalb der Schulzeit nutzt das Team zwei- bis dreimal in der Woche abends einen Internetmessenger, um sich über Anlageentscheidungen zu beraten. Auch wenn sie vorher keine Ahnung von der Börse hatten, fiel MagentaCorp der Einstieg nicht schwer. „Es gibt viele Internetseiten, die die Aktienverläufe gut verdeutlichen“, sagt Oleg Levington. Er ist Auszubildender bei der Berliner Softwarefirma MediaSoft. „Mit unserer Strategie sind wir davon ausgegangen, dass wir vorn mit dabei sind “, sagt der 24-Jährige selbstbewusst.

Das Team hat auf Sicherheit gesetzt und von Anfang an in große Firmen investiert, die in den vergangenen sechs Monaten gut dastanden. Für 20 000 Euro haben sie Apple-Aktien gekauft. Mit Erfolg: Die Aktie stieg seitdem um 7,5 Prozent. Das restliche Startkapital haben sie untereinander aufgeteilt. Jedes Teammitglied durfte 7500 Euro investieren. Sie wählten Google, Münchener Rück, Lufthansa und BASF. Mittlerweile haben sie Google wieder verkauft, nachdem der Wert um mehr als neun Prozent gestiegen war. „Wir haben die Gewinne mitgenommen und investieren sie jetzt wieder in andere, günstigere Aktien.“

Beim Planspiel Börse stehen mehr als 175 Wertpapiere zur Auswahl. „Schade, dass viele Unternehmen nicht dabei sind, wie Infineon oder Drillisch Mobilfunk. Wir würden gern in Gebiete investieren, die uns interessieren und wo wir uns auskennen: im technischen Bereich,“ sagt Oleg Levington. „Bei Apple freuen wir uns, dass es so gut läuft.“ MagentaCorps würden gern noch mehr Aktien des Elektronikkonzerns kaufen. Doch das Planspiel begrenzt die Investitionen in einen einzelnen Unternehmenswert auf 20 000 Euro. Young-Sim Song

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