Plastikspielzeug : Playmobil-Chef Brandstätter gestorben

Er war der Vater der Playmobil-Figuren. Jetzt ist der Unternehmer Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren gestorben. Die berühmten Plastikfiguren seiner Zirndorfer Firma hatten 1974 ihren Siegeszug durch die Kinderzimmer angetreten.

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Horst Brandstätter.
Horst Brandstätter.Foto: Daniel Karmann/dpa

Der Playmobil-Chef Horst Brandstätter ist tot. Der 81-Jährige war Alleineigentümer des Unternehmens Geobra-Brandstätter. Er sei bereits am vergangenen Mittwoch nach einer schwerer Krankheit gestorben, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag. 1974 gelang der Firma der Durchbruch mit den Plastikspielfiguren von Playmobil.

Die ersten Figuren, die im vergangenen Jahr ihren 40. Geburtstag feierten, wurden im selben Jahr auf der Internationalen Spielwarenmesse präsentiert. Erfunden wurden sie von dem 2009 verstorbenen langjährigen Entwicklungsleiter Hans Beck. Er hatte das Spielzeug im Zuge der Ölkrise entwickelt, nachdem die damals im Unternehmen gefertigten Großkunststoffwaren durch hohe Rohstoffpreise unrentabel geworden waren.

Träger des Bundesverdienstkreuzes

Horst Brandstätter hatte das Familien-Unternehmen bis zuletzt zusammen mit zwei Geschäftsführern geleitet. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes. Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes beläuft sich sein Vermögen auf rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Brandstätter war außerdem Gründer der Stiftung „Kinderförderung von Playmobil“ und der Freizeitparks "Playmobil FunPark".

2014 wurde er in die Hall of Fame der amerikanischen Spielzeugindustrie aufgenommen. Der Unternehmer hinterlässt zwei Söhne. Für die Zukunft seiner Firma mit rund 4.100 Mitarbeitern hatte Horst Brandstätter vorgesorgt. Diese soll in eine Stiftung übergehen, berichtet der Bayerische Rundfunk.

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