Wirtschaft : Pleitebank HRE macht sich fein Institut peilt Gewinn an Verkauf rückt näher

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München - Der Bund könnte die Skandalbank Hypo Real Estate schneller als gedacht wieder loswerden. Eineinhalb Jahre nach der Verstaatlichung hat sich die HRE für einen Verkauf herausgeputzt: Ihren milliardenschweren Ballast kippte sie in eine gigantische Bad Bank und gab ihrem profitablen Kerngeschäft den neuen Namen Deutsche Pfandbriefbank. Hier erwartet sie in diesem Jahr schon wieder acht Milliarden Euro Neugeschäft. „Wir kehren mit voller Kraft an die Märkte zurück“, sagte HRE-Chefin Manuela Better am Donnerstag in München. Im laufenden Jahr rechnet sie für die Pfandbriefbank mit schwarzen Zahlen. Damit ist das Ziel, die Bank zu privatisieren, ein gutes Stück nähergerückt.

Zu verdanken hat die HRE ihre Entwicklung dem Aufschwung und einer Umbuchungsaktion: Alle Problemkredite lagerte sie im Oktober in ihre Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement aus, die sich nun mit den Altlasten der HRE im Wert von 178 Milliarden Euro herumärgern muss. Dabei bekommt sie Hilfe von der HRE. Bis diese Bad Bank aufgelöst werden kann, könnten noch Jahrzehnte vergehen, befürchten Experten. Unter anderem verwaltet sie Griechenland-Anleihen, die derzeit wegen der schwierigen Lage des Landes kaum handelbar sind. Ihre Laufzeit liegt im Schnitt bei 20 Jahren.

Wann der Bund die Deutsche Pfandbriefbank verkaufen kann, ist noch offen, auch der mögliche Kaufpreis ist unklar. Für den Bund ist ein Verkauf nach Einschätzung des Managements aber die beste Wahl. Eine Abwicklung will die Regierung nicht – die finanzielle Entwicklung der HRE-Kernbank habe gezeigt, dass die Fortführung der richtige Weg sei, sagte ein Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). dpa

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