Wirtschaft : Pleitewelle schwächt sich ab

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(ro). Die Insolvenzwelle wird nach einem Rekordstand im vergangenen Jahr nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes 2004 kaum steigen. Das zeigt die Statistik für Januar und Februar. 2003 hatte es mit 39320 Firmenpleiten den höchsten Wert in der Geschichte der Bundesrepublik gegeben. Doch während es in den ersten sechs Monaten noch ein Plus von neun Prozent gegeben hatte, waren es in der zweiten Jahreshälfte nur noch 0,4 Prozent. Betroffen von den Pleiten waren mehr kleinere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern. Offenbar mussten viele Zulieferer etwa des Baukonzerns Holzmann oder des MaschinenbauKonzerns Babcock, die beide 2002 zahlungsunfähig geworden waren, ein Jahr später aufgeben. Weil große Pleiten 2003 ausblieben, verloren mit rund 219000 Beschäftigten auch rund 55000 weniger ihren Job als ein Jahr zuvor. Nach wie vor ist das Baugewerbe am stärksten betroffen. Auf 10000 Unternehmen kamen 2003 rund 270 Pleiten. Die stärkste Zunahme der Pleiten registrierten die Statistiker mit jeweils rund 40 Prozent bei Wach- und Sicherheitsdiensten, bei Arztpraxen sowie bei Reinigungen.

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