Wirtschaft : Poker um Nissan

Renault und Nissan wären - nach dem Einstieg der Franzosen - mit zusammen 4,7 Mill.verkauften Autos der drittgrößte Fahrzeughersteller der Welt hinter General Motors und Ford.Das Bündnis bestünde aus ungleichen Partnern.Nissan verlor in den vergangenen Jahren Millionenbeträge und ist laut "Wall Street Journal" derzeit höher als jeder andere Pkw-Produzent verschuldet.Der Schuldenberg beläuft sich Schätzungen zufolge auf 60 Mrd.DM.Bei Renault hält der französische Staat 46 Prozent der Anteile.Vergangene Woche hatte DaimlerChrysler Gespräche über einen Kapitaleinstieg bei Nissan beendet.Dem Stuttgarter Konzern waren die Kapitalrisiken zu hoch.Als konkurrierender Bewerber galt der US-Konzern Ford.Ein offizielles Angebot der Amerikaner hatte es aber nie gegeben.Berichte, wonach Ford an Nissan interessiert sei, waren zuletzt von Vizevorstand John Devine dementiert worden.Damit blieb Renault als einziger offizieller Kandidat für einen Einstieg bei Nissan übrig.Japanische Analysten geben der französisch-japanischen Allianz gute Chancen, weil sich die Produktionsstandorte und Märkte der beiden Konzerne nicht überschneiden, sondern ergänzen.Erklärtes Ziel von der Franzosen ist es, mit dem Einstieg bei Nissan seine Präsenz in Asien auszubauen.

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