Wirtschaft : Polizisten kassieren zu ungünstigen Zeiten

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Wie es bei der Polizei häufiger vorkommt, gehen auch bei Familie Derrick alle zur Polizei. Stephan senior ist nun pensioniert. Stephan junior (50) ist Hauptkommissar und Enkelin Stephanie (20) hat gerade die dreijährige Ausbildung des mittleren Dienstes erfolgreich abgeschlossen. Jetzt ist die ledige Polizeimeisterin in BerlinTempelhof im Einsatz, fährt Streife, stellt Radarfallen auf oder schützt Castor-Transporte. Dafür steht ihr nach der Bundesbesoldungsordnung ein monatliches Grundgehalt A7 in Höhe von 1620,19 Euro zu. Im Osten der Stadt und in den neuen Ländern wären es zehn Prozent weniger. Hinzu kommen eine Stellenzulage (15,68 Euro), eine Polizeizulage (127,38 Euro) und die so genannte Wechselschichtzulage (51,13 Euro). 2,50 Euro gibt es für jede Dienststunde „zu ungünstigen Zeiten“.

Da für diese Arbeit an Sonn- und Feiertagen oder in der Nacht meist junge, unverheiratete Mitarbeiter eingeteilt werden, kann sie mit zusätzlichen 150 Euro rechnen. Die Kosten für Uniform und Ausrüstung trägt der Dienstherr. Auf der Monatsabrechnung findet sie einen steuerpflichtigen Bruttobetrag in Höhe von 1964,38 Euro.

Ihr 50-jähriger Vater Stephan Derrick hat es zum Kriminalhauptkommissar gebracht, der Tatorte inspiziert, Mordverdächtige verhört und jüngere Kollegen zum Wagenholen schickt. Nach Gehaltsstufe A12 verdient Derrick ein Grundgehalt von 3371,92 Euro. Plus Zuschläge kommt der verheiratete Gangsterjäger auf rund 3720 Euro im Monat. avi

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