Wirtschaft : Porsche: Beteiligung am Autoentwickler Bertrandt

weg

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat sich mit 25 Prozent plus eine Aktie an dem Ingenieurdienstleister Bertrandt beteiligt. Das gab Porsche am Dienstag bekannt. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Analysten schätzen ihn auf rund 50 Millionen Euro. Die beiden Unternehmen hatten vor einem Monat mitgeteilt, sie planten eine langfristige strategische Zusammenarbeit. "Die Beteiligung ist Teil der beabsichtigten Kooperation", sagte ein Porsche-Sprecher. Bertrandt entwickelt Automodelle im Auftrag von Herstellern aus ganz Europa. Porsche arbeitet ebenfalls für Dritte und hat zum Beispiel den Opel Zafira entwickelt. Analysten zeigten sich überrascht, dass Porsche die Bertrandt-Beteiligung am Markt erworben hat und nicht vom Management oder im Wege einer Kapitalerhöhung. "Jetzt schrumpft der Streubesitz von 56 auf 31 Prozent", bedauerte Thomas Aney von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Grundsätzlich hält er den Einstieg von Porsche für einen logischen Schritt. Porsche könne die Auftragsflut kaum noch bewältigen, da sei Bertrandt die ideale Ergänzung.

Das Unternehmen sei spezialisiert auf schlüsselfertige Projekte und unterhalte Geschäftsbeziehungen zu allen europäischen Herstellern. Bertrandt fehle aber der Markenname, den könne Porsche beisteuern.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben