Wirtschaft : Porsche lässt sich nicht bremsen

Cayenne-Produktion an der Kapazitätsgrenze

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Stuttgart Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche strotzt vor Selbstvertrauen. Mit einem Absatzplus von sieben Prozent im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 (31. Juli) hat Porsche gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zulegen können. Auch im Gesamtjahr will Porsche noch einmal kräftig wachsen. Auf konkrete Absatz- oder Gewinnziele wollte sich Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf der Bilanzpressekonferenz aber nicht festlegen.

Vor allem von den runderneuerten Sportwagenmodellen erhoffen sich die Zuffenhausener weitere Zuwächse. Die Neuauflage des 911 hat seit der Markteinführung im September um 18,6 Prozent zugelegt, im kommenden März wird der Wagen auch als Cabrio angeboten. Der Verkauf des neuen Roadsters Boxster läuft in diesen Tagen an. Der Geländewagen Cayenne läuft weiter unter Volldampf. Produziert wird er in Leipzig laut Wiedeking an der „absoluten Kapazitätsgrenze“. „Wir verfügen heute über eine breitere und attraktive Modellpalette als je zuvor“, betont der Porsche-Chef. Mittelfristig sei allein mit den drei bestehenden Baureihen ein Absatz von 100 000 Einheiten pro Jahr vorstellbar.

Der Anteil des Nordamerikageschäfts ist von 46 auf 41 Prozent gesunken. Bei einem Rekordgewinn von 1,1 Milliarden Euro buchte das Unternehmen 372 Millionen Euro in die Rücklagen, die mittlerweile auf 2,56 Milliarden Euro gewachsen sind. „Wir haben die Mittel, die es uns erlauben, wirklich alles, was wir uns für die Zukunft vornehmen, auch selbst zu finanzieren“, betonte Wiedeking. Damit nährt er Spekulationen über den Start einer vierten Baureihe. Überlegungen sehen die Entwicklung einer viertürigen Sportlimousine vor, die die Oberklassenmodelle von Mercedes und BMW ins Visier nehmen könnte. Eine Entscheidung soll im Frühjahr fallen.

Zuvor will Wiedeking Zulieferer und Belegschaft noch einmal in die Pflicht nehmen. „Ein Volumensprung muss mit so wenig Fixkosten wie möglich vollzogen werden“, forderte er. Der Standortsicherungsvertrag läuft 2005 aus. fas/HB

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