Wirtschaft : Porsche verdient am meisten

Zuffenhausener liegen vor Toyota.

Berlin - Je größer und teurer das Auto, desto höher der Gewinn. Allerdings gibt es Ausnahmen von dieser Regel: Toyota und Hyundai/Kia verdienen mit ihrer „Massenware“ ungefähr ebenso viel wie Audi und BMW. Der profitabelste Hersteller der Welt kommt aber nicht aus Asien, sondern aus Stuttgart-Zuffenhausen. Porsche hat im ersten Halbjahr pro verkauftem Neuwagen einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 16 590 Euro erzielt, das entspricht einer Umsatzmarge von 18,4 Prozent. Bei VW liegt die entsprechende Rendite nur bei drei Prozent, und bei Opel, Peugeot/Citroen, Renault und Fiat ist sie sogar negativ.

In einer aktuellen Analyse der Geschäftszahlen des ersten Halbjahres kommt das Duisburger Car-Center zu dem Ergebnis, dass vor allem die deutschen Hersteller schlechter abschneiden als vor einem Jahr. VW, Audi, BMW und Mercedes verdienen also weniger je verkauftem Auto. Dagegen stieg bei Porsche die Marge sogar noch an. Bemerkenswert auch: Die VW-Tochter Audi ließ ihre Wettbewerber BMW und Mercedes erstmals beim Profit hinter sich.

Unter den Volumenherstellern ist Toyota wieder Spitzenreiter. Je Fahrzeug verdiente der größte Autohersteller der Welt im ersten Halbjahr 1801 Euro und kam damit auf eine Umsatzmarge von neun Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 707 Euro oder 3,5 Prozent. Offenbar sei Toyota nach „Rückruf-Debakeln“ und Absatzeinbruch wegen Fukushima „zu alter Stärke zurückgekehrt“, schreibt das Car-Center. Geholfen habe aber auch die Yen-Abwertung. Der VW-Konzern, der bis 2018 größer als Toyota werden will, verdient im bisherigen Jahresverlauf mit 629 Euro gut 120 Euro weniger als im Jahr zuvor. alf

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