Porträt : Kumpeltyp und Kommunikationstalent: Commerzbank-Chef Müller

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller gilt in der Branche als Banker mit Herz. Dennoch verordnete er dem Institut einen Sparkurs, der die Commerzbank 2003 sanierte.

Klaus-Peter Müller
Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller. -Foto: dpa

Frankfurt/Main"Wir können das wuppen, was wir wuppen wollen. Das heißt aber nicht, dass wir alles wuppen wollen, was andere uns gerne wuppen sehen würden", ließ Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller bei der Bilanzvorlage Anfang 2007 wissen - und spielte damit auf mögliche Übernahmen seines Instituts an. Der gerne mal saloppe Müller gilt auch in der Bank als Kumpeltyp.

Seit Mai 2001 führt der aus dem Eifel-Dörfchen Duppach stammende Müller die Großbank mit Sitz in Frankfurt. Er verordnete dem Institut notgedrungen einen harten Sparkurs. Der Abbau tausender Jobs soll Müller persönlich nahegegangen sein, berichten Kollegen. Erst Ende 2003 konnte er einen Schlussstrich unter die Sanierung ziehen.

Er sorgte dafür, dass die Commerzbank flächendeckend vertreten war

Müller begann seine Laufbahn bei der Düsseldorfer Privatbank Friedrich Simon. Ein Studium absolvierte er nicht. Mit 22 Jahren kam der Oberleutnant der Reserve zur Commerzbank und hatte abwechselnd verschiedene Posten in Düsseldorf und New York inne. Nach Frankfurt ging Müller 1986 und wurde dort Leiter der Zentralabteilung für Firmenkunden. Nach der Wende sorgte er dafür, dass die Commerzbank in den neuen Bundesländern bald flächendeckend vertreten war.

Ende 1990 rückte Müller in den Vorstand und löste 2001 seinen Mentor Martin Kohlhaussen als Vorstandschef ab. Sein Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Commerzbank wäre noch bis zur Hauptversammlung 2010 gelaufen. CDU-Mitglied Müller ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. (kj/dpa)

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