Wirtschaft : Positive Prognosen beleben Reiselust

BLUMAU (dpa).Die positiven Wirtschaftsprognosen der vergangenen Monate machen den Deutschen offenbar wieder mehr Lust aufs Reisen.Erstmals seit zwei Jahren sei nach Erkenntnissen von Marktforschern der Anteil jener Bundesbürger rückläufig, die im kommenden Jahr nicht verreisen wollen, sagte der Vorstand der TUI, Norbert Munsch, am Freitag im österreichischen Blumau.Der Anteil von Zweit- und Drittreisen nehme bereits im laufenden Jahr zu.

Gleichzeitig verstärke sich der Trend zur Pauschalreise.So sei der Anteil der organisierten Reise an sämtlichen Urlaubsreisen in den vergangenen drei Jahren von 41 auf schätzungsweise 46 Prozent in diesem Jahr gestiegen.In den ersten neun Monaten des laufenden Reisejahres habe der Veranstalter beim Umsatz im Vorjahresvergleich um fünf Prozent, bei den Gästen um vier Prozent zugelegt.Für das Gesamtjahr, das für die Branche am 31.Oktober endet, geht Munsch von einem Plus von über fünf Prozent aus.Allgemein werde in der Branche ein Wachstum von zwei Prozent erwartet.

Nach Einschätzung von Munsch wird der Preis als Entscheidungskriterium für eine Reise an Bedeutung verlieren.Stärker gefragt würden Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

In der laufenden Saison nehme der Trend zu Flugreisen innerhalb Europas sowie zu Urlaub in Deutschland und den Nachbarländern zu.Als Gründe für das Wachstum bei den Reisen mit Auto- oder Bahnanreise nannte Munsch einerseits attraktivere Angebote, andererseits das gute Wetter des vergangenen Sommers sowie die gestiegenen Zulassungszahlen bei den Autos.Auch das geringere Urlaubsbudget spiele eine Rolle.

Die Hitliste der Ferienziele wird weiter von Spanien angeführt.Fast jeder zweite TUI-Urlauber fliege in diesem Winter nach Mallorca oder auf die Kanarischen Inseln, sagte Vorstandschef Karl Born.Im Sommer wird die Türkei den Angaben zufolge nicht an die Vorjahreswerte anknüpfen, weit hinter den Erwartungen liegen Ägypten, Kenia und Fernost.Munsch: "Diese Entwicklung macht wieder einmal deutlich, wie abhängig die Tourismusbranche von Umwelteinflüssen, von politischer Stabilität und Instabilität und Währungsentwicklungen ist."

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