Wirtschaft : Positive Puma-Zahlen überraschen die Börse Gewinn und Umsatz steigen im ersten Quartal zweistellig

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Berlin (msh). Dem fränkischen Sportartikelhersteller Puma können Wirtschaftskrise und Konsumflaute zurzeit nichts anhaben. Nach einem erfolgreichen ersten Quartal kündigte PumaChef Jochen Zeitz am Mittwoch an, Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr noch stärker steigern zu können als bislang geplant. In den ersten drei Monaten 2003 stieg der Umsatz von Puma um 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 343,2 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern hat sich auf 48,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das sei das bisher stärkste Quartalsergebnis der Firmengeschichte.

Grundlage des Erfolges ist die Ausrichtung des Konzerns auf sportliche Mode wie Trainingsanzüge und Schuhe. „70 bis 80 Prozent der Sportmode werden nicht mehr nur beim Sport getragen“, sagte Firmenchef Zeitz. Davon profitiere Puma. Mit seinem Lifestyle-Konzept hat das Unternehmen in der Branche einen Trend gesetzt, dem inzwischen auch die Konkurrenten von Nike und Adidas folgen. Bei der überwiegend jugendlichen Kundschaft – Kernzielgruppe sind die 14- bis 25-Jährigen – hat sich Puma als regelrechte Kultmarke etabliert.

Von den guten Quartalszahlen und dem positiven Ausblick zeigten sich die Finanzmärkte erfreut. Puma habe „Befürchtungen abgeschwächt“, der Modetrend mit Sport-Lifestyle-Produkten könne abflauen, sagte Uwe Heinrich, Branchenexperte bei der Hypo-Vereinsbank. Die Puma-Aktie machte am Mittwoch einen weiten Satz und stieg um 13,18 Prozent auf 91,10 Euro. Zwischenzeitlich notierte die Aktie auf einem neuen Allzeithoch von 93 Euro.

Besonders gut lief das Geschäft bei Puma mit Sportschuhen und Textilien, die der Konzern zunehmend über eigene Shops verkauft. Die Zahl der so genannten „Concept Stores“ soll bis 2006 von jetzt 16 auf 40 steigen. Im laufenden Jahr will Puma seinen Umsatz um 30 Prozent steigern, und der Gewinn vor Steuern soll um 50 Prozent zulegen. Bisher hatte Puma-Chef Zeitz Zuwächse zwischen 20 und 30 Prozent angekündigt.

Turnhose als Lifestyle

Puma-Chef Zeitz sagte, das Unternehmen wolle vor allem in Nordamerika, dem weltweit größten Sportartikelmarkt, zulegen. Das Japan-Geschäft mit Schuhen und Accessoires, das Puma künftig in Eigenregie führt, wurde noch nicht konsolidiert. Zeitz schloss nicht aus, dass Puma weitere lizenzierte Geschäfte zurückkaufen werde: „Wir entscheiden das von Fall zu Fall.“

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