Wirtschaft : Post baut Expressdienst um

"Post Express" neues Markenzeichen / Preise sollen stabil bleiben

BERLIN (mot).Die Deutsche Post AG wird vom 1.Januar 1998 an unter dem Dach einer neuen Holdinggesellschaft ihre Leistungen im Kurier- und Expreßdienst anbieten.Mit dem Markenzeichen "Post Express" übernimmt die Deutsche Post Express und Transport GmbH unter anderem die Eilzustellungen, die bislang von der EMS Kurierpost der Post AG angeboten wurden - mit einem "deutlich verbesserten Service und im Rahmen des heutigen Preisniveaus", wie Geschäftsführer Frank Blochmann am Donnerstag auf dem Logistik-Kongreß in Berlin mitteilte.Das erweiterte Angebot umfaßt unter anderem die Zustellung von Eilbriefen am Sonnabend ohne Aufpreis, die kostenlose Zweitzustellung sowie die Möglichkeit der Zustellung an Sonn- und Feiertagen.Die Leistung von Post Express reiche vom Eilbrief unter 50 Gramm bis zur Expressfracht und sei von Januar 1998 an in allen Postfilialen verfügbar, sagte Blochmann.Trotz rückläufiger Nachfrage nach Eilsendungen werde Post Express dieses Angebot zu verbesserten Konditionen aufrechterhalten.Über Einzelheiten des neuen Angebots will das Unternehmen in einer Werbekampagne informieren, die am 1.November startet. Mit dem neuen und erweiterten Dienst werde die Deutsche Post AG wettbewerbsfähiger auf dem aufstrebenden Markt der Kurier-, Express- und Postdienste, erklärte Blochmann.Das alte "Sprinter"-Konzept der EMS Kurierpost habe nicht zuletzt aus Kostengründen ausgedient.Während Eilsendungen bislang über den Hauptumschlagplatz Kassel sternförmig in die Republik verteilt wurden, werden im Rahmen von Post Express künftig 48 Standorte in einem neuen Verkehrsketten-Systems von 11 000 Fahrzeugen angefahren.Dies soll Einsparungen "im deutlich zweistelligen Millionenbereich" bringen.Laut Blochmann soll 1998 ein Umsatz "oberhalb von 500 Mill.DM" erwirtschaftet werden - "ohne Verlust".70 Prozent der Beschäftigten werden von der ehemaligen Kurierpost übernommen. Neu im Angebot der Post AG sind künftig auch Transport-, Versand- und Logistik-Dienste für Krankenhäuser.Die im Juni 1997 gegründete Deutsche Post Kontraktlogistik GmbH wird unter dem Markenzeichen PostMed unter anderem die Distributionskanäle des Unternehmens Trans-O-Flex nutzen, an dem die Post AG im Sommer dieses Jahres eine Minderheitsbeteiligung von 24,8 Prozent erworben hat.Uwe Dörken, Direktor Internationale Post der Deutschen Post AG, verwies am Donnerstag auf die strategische Bedeutung der Trans-O-Flex-Beteiligung für die Internationalisierung der Deutschen Post.Über sechs ausländische Tochtergesellschaften des Unternehmens, das mit weiteren acht Gsellschaften im Ausland kooperiert, und eigene Beteiligungen habe die Post AG ein europaweites Distributionsnetz erschlossen, das weiter ausgebaut werden soll.Vor allem in Osteuropa wolle die Post beim Aufbau von Versandnetzen dabei sein."Unsere deutschen Kunden erwarten, daß wir auch für ihre Auslandstöchter Dienstleistungen vor Ort bereithalten", so Dörken.

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