Wirtschaft : Post baut Paketgeschäft erneut um

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Berlin - Die Deutsche Post legt das Brief- und das Paketgeschäft im Inland zusammen. Darauf habe sich der Konzern mit der Gewerkschaft Verdi geeinigt, teilte die Post am Dienstag mit. Ziel der Neuorganisation sei es, bei der Verwaltung Kosten zu senken, Abläufe zu vereinfachen und die Qualität für die Kunden zu verbessern. „Ein Stellenabbau ist nicht das Ziel, aber auch nicht ausgeschlossen“, sagte ein Konzernsprecher. Betroffen von der Maßnahme seien zwischen 15 000 und 17 000 Beschäftigte. Schon im Januar soll der Umbau beginnen.

Für die Kunden ändere sich vorerst nichts, hieß es – in großen Städten würden Briefe und Pakete weiterhin getrennt zugestellt, auf dem Land sei der Postbote wie bislang meist für beides zuständig. Hintergrund der Entscheidung ist der gestiegene Wettbewerbsdruck für die Paketsparte. Sie soll aus dem Expressbereich (DHL) aus- und in das Briefgeschäft eingegliedert werden. Bis in die neunziger Jahre waren Pakete und Briefe noch unter einem Dach vereint. Der Briefbereich erwirtschaftet noch immer den Löwenanteil des Postgewinns, allerdings fällt 2008 das Monopol. Deshalb versucht die Post, ihre Arbeitskosten zu senken – zuletzt war bekannt geworden, dass etwa 6000 Briefträger demnächst nur noch in Teilzeit arbeiten sollen. Allerdings sind aufgrund einer Vereinbarung bis Ende März 2008 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Die in den Briefbereich hinzukommende Paketsparte habe einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro, erklärte die Post. Damit erhöhe sich der Gesamtumsatz der Briefsparte auf 15,5 Milliarden Euro.

Die Gewerkschaft Verdi erklärte sich „grundsätzlich verhandlungsbereit“, wie eine Sprecherin sagte. In den „produzierenden Bereichen“ dürfe es aber keine Stellenstreichungen geben. brö

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