Wirtschaft : Post spendiert mehr Geld für die Aktionäre

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Bonn /Berlin - Trotz eines leicht gesunkenen Gewinns will die Deutsche Post AG mehr an ihre Aktionäre ausschütten. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2006 solle von 0,70 Euro auf 0,75 Euro erhöht werden, kündigte Postchef Klaus Zumwinkel am Donnerstag bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen an.

Der Nettogewinn des Konzerns sank in der Berichtszeit um 14,3 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro. Der Grund: Die Beteiligung der Post an der Postbank ist auf 50 Prozent plus eine Aktie gesunken, das Geldinstitut überweist weniger Gewinn an den Konzern. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte hingegen auf 3,9 Milliarden Euro. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Jahr 2005. Der Umsatz stieg um 35,8 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro.

Post-Vorstandsvorsitzender Klaus Zumwinkel erklärte, die Deutsche Post World Net sei mit mehr als 60 Milliarden Euro Umsatz jetzt die Nummer eins weltweit in der Logistik. „Nun hat organisches Wachstum oberste Priorität.“

Von den vier Post-Geschäftsbereichen fährt trotz des zunehmenden Wettbewerbs die Briefsparte das meiste Geld ein. Der Bereich konnte das Ebit mit 2,05 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 2,03 Milliarden Euro sogar steigern. Die Express-Sparte konnte nach einem Verlust von 23 Millionen Euro im Jahr 2005 und der inzwischen eingeleiteten Trendwende in den USA einen Bruttogewinn von 325 Millionen Euro erwirtschaften. In der Sparte Logistik stieg der Bruttogewinn auf 762 Millionen Euro, was mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahreswert von 346 Millionen Euro entspricht. Der Unternehmensbereich Finanz-Dienstleistungen habe die Erwartungen eines Ebit von über 950 Millionen Euro erfüllt. Im Vorjahr waren es 863 Millionen Euro gewesen. dr

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