Post : Unsichere Zukunft für Logistik

Die Insolvenz von Karstadt und Quelle lässt nun auch Mitarbeiter der Post in Brandenburg um ihre Arbeitsplätze bangen. DHL-Mitarbeiter in Brieselang verlieren Jobs

Berlin - Die Insolvenz von Karstadt und Quelle lässt nun auch Mitarbeiter der Post in Brandenburg um ihre Arbeitsplätze bangen. In Brieselang arbeitet ein Mode-Logistikzentrum der Post-Tochter DHL für den Karstadt-Mutterkonzern Arcandor. Hauptkunde sind die Bekleidungsabteilungen der Warenhäuser. Bereits beschlossen ist, dass die Logistik für die Herrenkonfektion zum Jahresende von Brandenburg an den Karstadt-Sitz in Essen verlagert wird. Betroffen davon sind 95 der insgesamt 240 Arbeitsplätze. Durch die Verlagerung verlieren tatsächlich aber 120 Mitarbeiter ihren Job, da unter ihnen viele in Teilzeit arbeiten.

Es gehe darum, die Zusammenarbeit mit Karstadt kostengünstiger und effizienter zu gestalten, sagte Post-Sprecher Rolf Schulz. Die Verlagerung habe nicht konkret etwas mit der aktuellen Krise bei Karstadt zu tun. Der Beschluss sei den Mitarbeitern bereits mitgeteilt worden, derzeit würden Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan geführt.

Die aktuelle Krise verschärft jedoch das Problem, denn bisher arbeitet das Logistikzentrum vorwiegend für Karstadt. Die Post hatte den Standort vor einigen Jahren von Karstadt-Quelle übernommen. „Wir bemühen uns darum, neue Aufträge für Brieselang zu akquirieren“, sagte der Post-Sprecher. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ist seit der Arcandor-Insolvenz auch bei den nicht von der Verlagerung betroffenen Mitarbeitern in Brieselang die Verunsicherung groß. „Alle haben Angst um ihren Arbeitsplatz“, sagte Benita Unger, Fachbereichsleiterin in Berlin-Brandenburg. vis

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