Wirtschaft : Post wehrt sich gegen Betrug an Packstationen Unternehmen richtet neuen Sicherheitsstandard ein

Frankfurt am Main/Bonn - 2500 Packstationen hat die Deutsche Post bundesweit und rund drei Millionen Kunden nutzen sie. Die Stationen sind praktisch, hier kann man unabhängig von Öffnungszeiten rund um die Uhr Pakete abholen. Doch auch für Kriminelle sind die Stationen attraktiv. „In letzter Zeit beobachten wir, dass Betrüger mit geklauten Daten nicht nur Bankkonten abräumen, sondern auch Waren im Internet bestellen und diese auf fremde Namen an Packstationen liefern lassen“, sagte Timo Steffens vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Anders als nachverfolgbare Geldabhebungen, ließen sich Pakete anonym abholen und ebenfalls anonym weiterverkaufen.

Die Deutsche Post sieht sich gegen den Missbrauch ihrer Packstationen jedoch gut gewappnet. Anfang November habe die Posttochter DHL Paket Deutschland ein neues Abholverfahren mit mobiler Tan-Nummer eingeführt, sagte ein Sprecher am Sonntag. Die mTan ist eine einmalige Transaktionsnummer, die per SMS an den Kunden geschickt wird und mit der er ein Paket abholen kann. Größere Probleme gebe es nicht, sagte der Post-Sprecher. Für das neue SMS-Verfahren müsse der Kunde unbedingt seine Mobilfunknummer angeben, die auch geprüft werde. „Mit der mTan haben wir den Sicherheitsstandard vieler Banken nun auch für den Paketdienst eingeführt“, sagte Paket-Chef Andrej Busch der Zeitung. Experten warnen jedoch, dass auch solche Systeme über Schadsoftware aus dem Internet angreifbar sind. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar