Wirtschaft : Postgewerkschaft gegen "irrsinnigen Preiskrieg"

BONN (AFP).Das Telefonieren in Deutschland wird sich nach Einschätzung der zuständigen Aufsichtsbehörde weiter verbilligen.Allerdings würden die Möglichkeiten immer begrenzter und das Tempo der Preissenkungen langsamer, sagte der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Klaus-Dieter Scheurle, der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch.Neue Netztechniken würden zwar die Produktionskosten weiter senken, aber die "großen Margen" bei den Tarifen seien heraus.Die Deutsche Postgewerkschaft (DPG) warnte, der "völlig irrsinnige Preiskrieg und Unterbietungswettbewerb" auf dem Telefonmarkt gefährde Arbeitsplätze.Wer hohe Qualität und Innovation wolle, müsse auch entsprechende Preise zahlen.DPG-Chef Kurt van Haaren erklärte, dem Verbraucher sei am Ende mit Preissenkungen nicht gedient, wenn sie "mit dem Verlust sozial gesicherter Arbeitsplätze, der Schaffung von Billigjobs und dem Verlust der Investitionskraft in der Telekommunikation bezahlt" würden.

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