Wirtschaft : Praktiker will im Ausland wachsen

In Deutschland droht Schließung von Märkten

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Frankfurt am Main - Die Baumarktkette Praktiker konnte im vergangenen Jahr dank eines florierenden Auslandsgeschäfts und eines gelungenen zweiten Börsengangs deutlich zulegen. Der Jahresüberschuss kletterte um knapp 22 Prozent auf 77,6 Millionen Euro. Der Kurs der Aktie ist seit dem Börsengang Mitte November 2005 um rund 60 Prozent gestiegen. Am Dienstag sank die Aktie um 4,6 Prozent auf 22,90 Euro.

Trotz des harten Wettbewerbs in der Bau- und Heimwerkermarkt-Branche will Praktiker weiter expandieren, vor allem im Ausland. Bereits 2005 wurde mit 65 Märkten jenseits der Grenze gut ein Viertel des Umsatzes von insgesamt 3,03 Milliarden Euro erzielt. Die Hälfte des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stammt aus dem Ausland. Besonders erfolgreich ist die Kette in Griechenland und in Rumänien. Als Nächstes sind Märkte in der Ukraine geplant. Mittelfristig sollen jährlich 15 bis 20 neue Standorte im Ausland dazukommen.

Im Inland dagegen ist eher mit Schließungen zu rechnen. 2005 wurden vier Märkte geschlossen, aber nur einer neu eröffnet. Die Standorte würden weiter optimiert, unprofitable Märkte sollen geschlossen werden, so Vorstandschef Wolfgang Werner. Er erwarte ohnehin eine Marktkonsolidierung. „Angesichts der Überkapazitäten der Fläche, der fehlenden konjunkturellen Impulse und des enormen Preisdrucks sind die Chancen dafür sehr hoch.“ Praktiker strebe deshalb kein inflationäres Flächenwachstum an. ro

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