Wirtschaft : Preise steigen im Juni um 2,3 Prozent Benzin, Kaffee und Flugreisen teurer

Wiesbaden - Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland verharrt auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat. Die Inflationsrate im Juni beträgt 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Damit überschreitet die Bundesrepublik erneut eine von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesetzte Zielmarke: Stabile Preise seien nur bei Inflationswerten von knapp unter zwei Prozent möglich.

Verantwortlich für die deutlichen Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr war auch im Juni vor allem die Energie. Sie verteuerte sich demnach innerhalb eines Jahres im Schnitt um 9,1 Prozent. So mussten die Deutschen für Benzin und Diesel an den Zapfsäulen 9,9 Prozent mehr bezahlen als noch ein Jahr zuvor. Auch leichtes Heizöl legte verglichen mit 2010 kräftig zu und verteuerte sich um 19 Prozent. Die Preise für Strom kletterten um 7,6 Prozent nach oben. Verglichen mit den Preisen im Mai stiegen die Energiepreise jedoch nur leicht um weniger als ein Prozent.

Teurer wurden im Juni auch Lebensmittel - wenn auch der Anstieg im Vergleich zum Juni 2010 deutlich geringer ausfiel als bei der Energie. Im Schnitt mussten die deutschen Verbraucher dafür rund 2,6 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. dpa/AFP

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