Wirtschaft : Preiserhöhungen beim Kabel

Telekom will bereits im Jahr 2000 Gewinne erzielen

HAMBURG(rtr).Die Deutsche Telekom will nach einem Bericht des "Spiegel" das Kabelgeschäft über Preiserhöhungen und den Einstieg in die Fernsehvermarktung in die Gewinnzone führen.Allein im vergangenen Jahr habe die Telekom beim Kabel, an das 17 Mill.Haushalte angeschlossen sind, operativ 500 Mill.DM Verlust gemacht, berichtete das Magazin vorab.Ein Telekom-Sprecher sagte, die Telekom weise keine einzelnen Spartenergebnisse aus.Vorhandene Defizite in diesem Bereich sollten aber möglichst schnell beseitigt werden. Laut "Spiegel" will Telekom-Chef Ron Sommer bereits im Jahr 2000 beim Kabelgeschäft, das unter dem Dach der T-Media-Net betrieben werden soll, Gewinne erzielen und nicht wie frühere Planungen vorsähen erst im Jahr 2007.Zum einen sollten die Kabelkunden mehr zahlen.So sei die Gebühr für bundesweit über Kabel sendende Fernsehanstalten in diesem Jahr von 1 Mill.DM auf 3,2 Mill.DM angehoben worden.Bei den privaten Endabnehmern sei für 1998 eine Gebührenerhöhung von 1 DM pro Monat im Gespräch.Dabei soll das Kabelnetz zugleich um mindestens 20 Kanäle erweitert werden. Zu den Preiserhöhungen sagte der Telekom-Sprecher, das Kabel müsse sich refinanzieren können.Die Differenz zu den Kosten einer Satellitenübertragung müsse reduziert werden, von daher seien Preisanpassungen vorgenommen worden.Bei den Privathaushalten seien keine Beschlüsse über Preisanhebungen gefaßt worden. Neben den Preisanhebungen wolle Sommer, daß die Telekom künftig selbst aktiv ins TV-Geschäft einsteige, hieß es in dem Magazin-Bericht weiter.Hierzu zähle der Verkauf der nötigen Decoder bei digitalen Programmen, die Verwaltung der TV-Abonnements und auch die Vermarktung von Programmen auf eigene Rechnung.Noch vor Weihnachten sollten Kabelhaushalte in Ballungsgebieten die ersten digitalen Programmauswahlen gegen eine Zusatzgebühr empfangen können.Die Telekom wolle aber ganz sicher kein Programmanbieter werden, sagte der Sprecher.

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