Preisoffensive : Telekom kämpft um jeden Kunden

Die Telekom bietet als ersten Schritt einer Preisoffensive neue Tarife für Handy-Kunden an. Doch die Angebote seien wenig attraktiv, urteilt der Vergleichsdienst teltarif.de.

Bonn - Es soll künftig drei neue Tarife geben, wie die Tochter T-Mobile in Bonn ankündigte. Dazu gehören eine Flatrate für Gespräche ins Festnetz und ins T-Mobile-Netz, ein 1000-Minuten-Tarif für Vieltelefonierer sowie ein Tarif für Prepaid-Kunden. Der Tarif-Vergleichsdienst teltarif.de stufte jedoch alle drei Tarife als wenig attraktiv für Handy-Kunden ein.

T-Mobile bietet künftig die neue Flatrate Max, die inklusive neuem Handy 44 Euro pro Monat kosten soll. Für diesen Preis können Handy-Kunden ins Festnetz und in das Mobilfunknetz von T-Mobile telefonieren und SMS verschicken, soviel sie wollen. Martin Müller, Geschäftsführer von teltarif.de, warnte, dass der Tarif für viele Nutzer teurer sei als konkurrierende Angebote.

T-Mobile bietet außerdem künftig einen 1000-Minuten-Tarif an. Das Paket wird monatlich 59 Euro ohne neues Handy kosten, zusammen mit einem neuen Handy werden 68 Euro fällig. Werden alle 1000 Minuten des Pakets abtelefoniert, entspricht dies somit einem Minutenpreis von 6,8 Cent. Teltarif-Sprecher Müller sagte, dieses Paket sei "für Ultra-Vieltelefonierer".

Angebot weit überteuert

Als drittes neues Angebot kommt ein Prepaid-Angebot namens Xtra Smart hinzu. Hier können Kunden für neun Cent pro Minute ins deutsche Festnetz und ins T-Mobile-Netz telefonieren. In andere Handy-Netze kosten die Anrufe dagegen 29 Cent pro Minute - allerdings nur, wenn mindestens 30 Euro auf die Prepaid-Karte geladen werden und nur einen Monat lang ab dem Zeitpunkt des Aufladens. Laut teltarif ist dieses Angebot weit überteuert.

"Sollte Herr Ricke tatsächlich zum großen Schlag ausholen wollen, dann machen zumindest die T-Mobile-Angebote nicht den Eindruck, dass ihm das gelingt", sagte Teltarif-Geschäftsführer Müller. Die Telekom und ihr Chef Kai-Uwe Ricke sind in der Kritik, seit der Konzern vor zweieinhalb Wochen einen Einbruch bei allen Geschäftsbereichen in Deutschland vermelden musste. (tso/AFP)

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