Wirtschaft : "Preissteigerungen sind nicht gerechtfertigt"

Warum wechseln so wenige Verbraucher den Stromanbi

Warum wechseln so wenige Verbraucher den Stromanbieter?

Im Strommarkt sind die privaten Verbraucher den Wechsel bisher nicht gewohnt. Hinzu kommt, dass der Wechsel sehr kompliziert war: Der Verbraucher musste nicht nur mit dem neuen Stromlieferanten, sondern auch noch mit dem Altversorger Verträge schließen. Dies ist durch die seit dem 1. Januar dieses Jahres geltende Verbändevereinbarung wesentlich erleichtert: Alles wird im Vertrag mit dem neuen Stromlieferanten geregelt.

Mit welchen Schikanen wurden wechselwillige Privatkunden unter Druck gesetzt?

Stadtwerke haben ihren bisherigen Kunden den Wechsel in vielen Fällen erschwert: durch bürokratische Hemmnisse und durch die Erhebung von Wechselentgelten.

Warum steigen die Strompreise jetzt wieder?

Die Strompreise für die privaten Haushalte sind längst nicht in dem Umfang gesunken, wie das bei den industriellen Großverbrauchern der Fall war. Jetzt will die Branche, nachdem der erste Ansturm neuer Anbieter abgeschlagen wurde, ihre Erlöse durch Preiserhöhungen verbessern und zieht die gesetzlichen Auflagen heran, um die Preise überproportional zu erhöhen. Dabei ist angesichts der Überkapazitäten in der Stromerzeugung sowie der Möglichkeiten des Stromimportes der Spielraum für Preissenkungen noch nicht einmal ausgeschöpft. Preissteigerungen sind vor diesem Hintergrund nicht gerechtfertigt.

Warum spielt Ökostrom nur eine geringe Rolle?

Viele Verbraucher wissen nicht, dass sie mit einer Entscheidung für Ökostrom ganz konkreten Umweltschutz betreiben, denn Ökostrom wird ohne Schadstoffemissionen erzeugt. Und: Der Preisunterschied zum Strom aus Kohle und Kernkraft ist bei vielen Ökostrom-Angeboten gar nicht so hoch.

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