Wirtschaft : Private Equity steckt Milliarden in den Mittelstand

Frankfurt am Main - Privates Beteiligungskapital ist prinzipiell eine Stütze für den Mittelstand. Eine Befragung von 13 deutschen Mittelständlern ergab, dass Kostensenkung und Mitarbeiterabbau nicht im Vordergrund stehen. „Expansion geht bei den Unternehmen vor Kostenorientierung“, sagte Wilken von Hodenberg, Vorstandssprecher der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) bei der Vorstellung einer Studie über Private Equity am Mittwoch in Frankfurt. Allerdings äußerten die Mittelständler, deren Firmen zwischen 2002 und 2006 übernommen worden waren, auch Kritik: Zum Teil hätten die Investoren unsinnige Ideen, manche Mittelständler fühlten sich von ihnen überwacht.

Gleichwohl betrachten die Firmenvertreter das Engagement der Private- Equity-Investoren alles in allem positiv. „Beim Management sind Finanzinvestoren deutlich höher angesehen als in der Öffentlichkeit.“ Es gehe ihnen vor allem darum, ungenutzte Wachstumspotenziale zu heben, heißt es in der Studie. Nach den Worten von Hodenberg hat das Engagement der Beteiligungsfirmen eindeutig positive Folgen. „Sie haben in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland rund 32 Milliarden Euro in mehr als 15 000 meist kleine und mittlere Firmen investiert und das mit Erfolg. Die Umsätze der Unternehmen sind viermal schneller gewachsen als im Durchschnitt der Wirtschaft. Und sie haben die Zahl der Beschäftigten pro Jahr um fünf bis 15 Prozent erhöht.“

Der Studie zufolge, die das Magazin „Finance“ im Auftrag der DBAG und Lincoln International erstellt hat, geben die Investoren den Firmen zwar strategische Anregungen. Am Ende entscheide aber immer die Geschäftsführung. ro

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