Wirtschaft : Private Straßenbeleuchtung: Alba will bundesweit agieren

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Das Berliner Entsorgungsunternehmen Alba will jetzt bundesweit in Kommunen und Großstädten Aufträge zum Betrieb der Straßenbeleuchtung akquirieren. Gut drei Monate, nachdem die Berliner Gesellschaft AT Lux, ein Gemeinschaftsunternehmen von Alba und Thyssen, das Management der Berliner Straßenbeleuchtung übernommen hat, schätzt Alba-Chef Eric Schweitzer, dass die Kommunen in Deutschland insgesamt rund eine halbe Milliarde Mark pro Jahr einsparen könnten, wenn sie die Straßenbeleuchtung privatisieren würden. Am gesamten deutschen Markt, den Schweitzer auf gut eine Milliarde Mark taxiert, will Alba in kurzer Zeit einen Anteil von rund zehn Prozent erreichen.

Seit dem 1. Juli sorgt die Alba-Tochter AT Lux dafür, dass in Berlin rund 300 000 elektrisch betriebene Straßenlaternen nicht ausgehen. Mit dem Land Berlin hat AT Lux dazu einen Managementvertrag abgeschlossen, der über insgesamt fünf Jahre läuft. Danach wird der Vertrag vom Land Berlin neu ausgeschrieben. Vereinbarungsgemäß übergibt die Gasag im Januar 2001 auch die Wartung und den Betrieb der gasbetriebenen Leuchten an AT Lux. Das Unternehmen selbst beschäftigt nur 11 Mitarbeiter und hat Wartungs- und Reparaturarbeiten an Berliner Fachfirmen vergeben. Zum größten Teil seien dabei die Unternehmen zum Zuge gekommen, die auch vom vormaligen Manager der Straßenbeleuchtung, der Bewag, beauftragt wurden. Das Land Berlin vergütet die Managementleistung mit maximal 19,4 Millionen Mark pro Jahr. Gelingt es AT Lux, die laufenden Kosten niedriger zu halten, ist eine hälftige Teilung der Einsparsumme zwischen dem Land und AT Lux vereinbart.

Turnusmäßig werden in Berlin pro Jahr 100 000 Leuchten gewartet und die Lampen ausgetauscht. Rund 15 000 mal müssen Monteure defekte Lampen reparieren. Unter der Servicenummer 40902220 melden monatlich etwa 1300 Berliner Störungen.

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