Wirtschaft : Privates Bankgewerbe: Keine neuen Tarife in Sicht

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Die Tarifverhandlungen für die rund 470 000 Angestellten im privaten Bankgewerbe sind am Dienstag in Berlin ohne Ergebnis auf den 3. Mai vertagt worden. Die Forderungen der Vereinten Dienstleitungsgewerkschaft Verdi nach einer Einkommenssteigerung um 5,5 Prozent wies der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) als "überzogen" zurück. Die Arbeitgeber haben kein konkretes Angebot unterbreitet, sagte der AGV-Vorsitzende Tessen von Heydebreck. Der "Champagner von gestern" solle nicht als Maßstab für die künftigen Ertragslage dienen, denn die Banken stünden vor einem schwierigen Jahr, sagte von Heydebreck mit Verweis auf die von Finanzminister Eichel nach unten korrigierte Wachstumsprognose. Mit der Euro-Einführung im Januar 2002 seien zusätzliche Belastungen verbunden. Enttäuscht zeigte sich der Verhandlungsführer der Arbeitgeber über die mangelnde Flexibilität der Gewerkschaften. Arbeitszeitkonten sei nicht in die Verhandlungen aufgenommen worden. Mit solchen Konten können die Angestellten Mehrarbeit ansparen und je nach Bedarf für Arbeitszeitverkürzungen oder längere Freistellungen nutzen.

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