Wirtschaft : Privatisierungspolitik des Senats kritisiert

BERLIN (dw).Nach der am Mittwoch verkündeten Ausgabe von Gratis-Aktien durch die Bewag sehen die Gewerkschaften ÖTV und DAG die Privatisierungspolitik des Senats für gescheitert an."Hätte das Land Berlin lediglich die Hälfte seines Bewag-Anteils verkauft, könnte die Finanzsenatorin jetzt noch die gleiche Dividende einstreichen können", kritisierte der stellvertretende Berliner ÖTV-Vorsitzende Uwe Scharf.Durch den Erhalt einer Landesbeteiligung von 25 Prozent wäre der Einfluß des Landes aufrechterhalten worden, das Vetorecht gesichert und zudem noch der gleiche Gewinn erzielt worden."Eine richtige Senatsbeteiligung hätte sich somit bezahlt gemacht, ohne daß man den Gesamtbetrieb hätte verscherbeln müssen", erklärte Scharf.Er kritisierte, daß die Bewag-Arbeitnehmer noch im Frühjahr "in den Warnstreik getrieben wurden, weil es angeblich nichts zu verteilen gab." Nun aber seien auf einmal hunderte von Millionen für die Aktionäre übrig.

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