Wirtschaft : Pro

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Die Fusion, werben Eon, Ruhrgas und ihre Gutachter, habe erhebliche gesamtwirtschaftliche und energiewirtschaftliche Vorteile. Die Argumente:

Der europäische Energiemarkt ist entscheidend für die Beurteilung weil durch die Liberalisierung künftig Weltkonzerne wie BP oder Shell die Konkurrenten sind, nicht aber die kleineren deutschen Wettbewerber.

Vorteilhaft ist die so genannte vertikale Integration. Ruhrgas ist wichtigster deutscher Erdgasimporteur und besitzt das größte überregionale Leitungnetz, Eon hat den Zugang zu Millionen von Erdgaskunden. So entsteht ein starkes Unternehmen, das Produktion und Absatz optimal steuern kann.

Die Fusion macht die Versorgung Deutschlands mit Erdgas sicherer. Gas wird schon bald 28 Prozent der heimischen Energieversorgung decken. Der internationale Wettbewerb um Erdgasquellen, die es in Deutschland praktisch nicht gibt, wächst ständig, es droht sogar eine Erdgas-Opec. Für eine Volkswirtschaft ist es daher wichtig, den eigenen Bedarf zu decken. Eon versetzt Ruhrgas in die (finanzielle) Lage, bei der Erschließung neuer Quellen mitzumischen. Ruhrgas hält jetzt vier Prozent am weltgrößten Förderer Gazprom aus Russland. Gazprom sucht finanzkräftige Partner für seine Milliarden schweren Investitionen in das marode Leitungsnetz und die Exploration.

Eon verhindert die Übernahme der Ruhrgas durch einen Auslandsinvestor. Bislang haben sich die Aktionäre der Ruhrgas (u.a. Shell, Exxon Mobil, Preussag, Gelsenberg, Ruhrkohle/RAG), Vodafone, Thyssen-Krupp, RWE-Dea) gegenseitig blockiert. Diese Blockade wird durch die Eon-Mehrheitsübernahme aufgehoben. BP oder Shell werden künftig als zusätzliche Wettbewerber den deutschen Erdgasmarkt beleben. fo

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