Wirtschaft : Probleme mit dem starken Euro

Volkswagen-Gewinn bricht auf die Hälfte ein

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Nach dem Gewinneinbruch im ersten Quartal wird VWChef Bernd Pischetsrieder am Freitag auch für die vergangenen drei Monate keine guten Zahlen präsentieren. Im ersten Quartal hatte VW mit 202 Millionen Euro gut zwei Drittel weniger verdient als ein Jahr zuvor. Jetzt gehen die meisten Analysten davon aus, dass sich der Gewinn von Europas größtem Autobauer im Jahresvergleich auf rund 380 Millionen Euro nahezu halbiert hat. Hauptgrund für den Rückgang: Der starke Euro hat Volkswagen allein im zweiten Quartal vermutlich mehr als 300Millionen Euro gekostet. Angeblich verlieren die Wolfsburger mit jedem Cent, den der Euro zum Dollar gewinnt, 38 Millionen Euro beim Vorsteuerergebnis. Die Währungsprobleme sind zum Teil hausgemacht: Im Gegensatz zu den meisten anderen Autokonzernen mit hohem Exportanteil in den Dollarraum sichert Volkswagen traditionell nur rund 40 Prozent des entsprechenden Volumens über Termingeschäfte an den Devisenmärkten ab. Pischetsrieder will jetzt umsteuern: In Mexiko soll die Produktion erhöht werden, um von Kursschwankungen unabhängiger zu werden. Nächstes Modell soll der Bora sein. Der mexikanische Peso ist eng an den US-Dollar gekoppelt. Werke in den USA selbst hat Volkswagen nicht.fo

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