Wirtschaft : Procter&Gamble profitiert vom Punica-Verkauf

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Frankfurt am Main Während der US-Konsumgüterkonzern Procter&Gamble von Erfolg zu Erfolg eilt, tut sich der niederländisch-britische Konzern Unilever nach wie vor schwer, überhaupt auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Das zeigen die jüngsten Quartalsergebnisse der Unternehmen.Von Juli bis September, dem Auftaktquartal des neuen Geschäftsjahres, konnte Procter & Gamble die Umsätze mit Marken wie Pampers, Tide, Pantene und Ariel um insgesamt 13 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar steigern. Wechselkurseinflüsse und Akquisitionen wie Wella herausgerechnet, bleibt ein Wachstum von sechs Prozent. Der Nettogewinn stieg um 14 Prozent auf zwei Milliarden Dollar, wobei allerdings der Verkauf der Getränkesparte (Punica) maßgeblich zu Buche schlägt.

Unilever dagegen konnte im dritten Geschäftsquartal zwar den Nettogewinn vor Sonderposten und Abschreibungen um drei Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz der Topmarken, die mittlerweile 95 Prozent Anteil am Gesamtgeschäft haben, sank allerdings um 0,9 Prozent und damit stärker als im zweiten Quartal, als das Minus noch 0,2 Prozent betrug. Unilever macht rund die Hälfte seines Geschäfts mit Nahrungsmitteln (Knorr) und trifft mit seinen Körperpflege und Haushaltsprodukten (Omo, Lux, Ponds, Dove) in vielen Märkten auf Wettbewerber Procter& Gamble. Bei schrumpfenden Märkten für Haushaltsprodukte und Körperpflegemittel steigt der Druck für die Markenanbieter, mit Preissenkungen und mehr Marketing gegenzusteuern. Als Hauptgründe für den Umsatzverlust im dritten Quartal führt Unilever aber das schlechte Eiscremegeschäft an, das unter dem kalten Sommer gelitten habe. tel/HB

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