Wirtschaft : Produktion in USA sinkt

Die schwache US-Konjunktur hält die Inflation in Schach: Im Oktober sind sowohl die Verbraucherpreise als auch die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten gesunken. Ursachen für die gefallenen Preise sind stark rückläufige Kosten für Benzin und Flugtickets. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte, fielen die Verbraucherpreise saisonbereinigt um 0,3 Prozent, nachdem im September ein Anstieg um 0,4 Prozent registriert worden war. Die jährliche Inflationsrate lag im Oktober bei 2,1 Prozent, nach 2,6 Prozent im September und 3,6 Prozent vor einem Jahr. Analysten werteten die aktuelle Entwicklung als klares Zeichen dafür, dass die Flaute den Preisauftrieb bremse. Das hatte es der US-Zentralbank ermöglicht, die Zinsen in diesem Jahr bisher zehn Mal zu senken. "Die Inflation taucht in den USA momentan nicht auf dem Radarschirm auf, weil auch weltweit die Preise sinken", sagte Tim McGee, Chefökonom der New Yorker Tokai Bank.

Bislang hat die Zinssenkung allerdings kaum realwirtschaftliche Auswirkungen. Die US-Notenbank teilte am Freitag mit, dass die Industrieproduktion in den USA im Oktober unerwartet stark gefallen ist. Sie sank im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent. Volkswirte hatten nur einen Rückgang von 0,9 Prozent erwartet. Im September war die Produktion um 1,0 Prozent gefallen. Im Jahresvergleich sank die Industrieproduktion im Oktober um 6,3 Prozent. Der Rückgang im Oktober sei der dreizehnte in Folge und der längste Zeitraum seit Juli 1932. Damals habe der Rückgang 15 Monate gedauert. Der Oktober-Wert sei zudem das höchste Monats-Minus seit November 1990, teilte die Notenbank mit.

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