Wirtschaft : Produktion legt zum Jahresende zu Experten: Gutes Zeichen für die Konjunktur

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Berlin Die deutsche Industrie hat im Dezember wieder mehr produziert und damit die Erwartungen für eine konjunkturelle Besserung gestärkt. Nach Einschätzung von Volkswirten signalisiert der Anstieg eine weitere Erholung der Produktionstätigkeit im laufenden Jahr. Die Produktion der Industrie stieg saisonbereinigt um 0,9 Prozent zum Vormonat, im gesamten produzierenden Gewerbe nahm sie um 1,2 Prozent zu, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag in Berlin mit. Im Vormonat war die Produktion noch um 1,5 Prozent gefallen.

Die Aussichten für die deutsche Industrie hätten sich leicht aufgehellt, hieß es am Dienstag von den Konjunkturexperten der HVB Group. Auch die freundliche Entwicklung der Stimmungsindikatoren deute auf eine Besserung hin. Allerdings wiesen die Experten auf die kräftigen Schwankungen der Monatsdaten, die ungewöhnlich hohe Zahl an Arbeitstagen im Dezember 2004 und die im Vergleich zur sehr robusten Entwicklung der Weltwirtschaft enttäuschende Entwicklung in den vergangenen Monaten hin.

Optimistischer zeigten sich Spezialisten der Commerzbank für die Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal. „Ausgehend vom niedrigen Produktionsniveau im Schlussquartal 2004 ergibt sich ein deutliches Aufwärtspotenzial.“ Neben den Stimmungsindikatoren deuteten auch die Auftragseingänge der Industrie im Dezember auf eine Beschleunigung der Aktivität in den ersten Monaten 2005 hin. Die Auftragseingänge waren im Dezember um 7,1 Prozent gestiegen.

Besonders deutlich mit 6,1 Prozent stieg die Produktion im Dezember im Bauhauptgewerbe. Die Energieerzeugung kletterte um 0,6 Prozent. Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich nahm die Gesamtproduktion im Dezember/November gegenüber den Monaten Oktober/September um 0,7 Prozent ab. Die Leistung im Bauhauptgewerbe stieg dabei wegen des starken Dezemberergebnisses um 1,7 Prozent. Die Energieerzeugung und die Industrieproduktion nahmen dagegen im Zweimonatsvergleich um 0,2 beziehungsweise 0,9 Prozent ab. dpa

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