Produktmängel : China zog rund 700 Spielzeug-Exportlizenzen zurück

Fast 20 Prozent aller chinesischen Spielzeugfabriken dürfen einem Medienbericht zufolge nichts mehr ausführen. Die Regierung in Peking nahm bei ihnen die Exportlizenz zurück. Grund sind teils schwere Mängel bei den Produkten der Fabriken.

PekingNach den Skandalen um teils schwere Produktmängel bei Spielzeug aus China hat Peking einem Medienbericht zufolge die Exportlizenzen von rund 700 Spielwarenfabriken kassiert. Damit sei fast jeder fünften der insgesamt 3540 Spielzeugfabriken im Land die Ausfuhrgenehmigung entzogen worden, berichtet die Zeitung "China Daily" am Mittwoch. Das Blatt zitierte den Chef der Generalverwaltung für Qualitätssicherung, Li Changjiang, mit den Worten: "Nach der Überprüfung hat sich die Lage bei der Produktion von Spielzeug für den Export deutlich verbessert." Li äußerte sich nach einem Treffen mit EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva.

Der "China Daily" zufolge exportiert die Volksrepublik jährlich rund 22 Milliarden Spielzeuge, ein Viertel davon für den europäischen Markt. Im vergangenen Sommer hatten Spielwarenhersteller weltweit jedoch Millionen Spielwaren zurückgerufen, die in China hergestellt wurden und teils gefährliche Mängel aufwiesen. (mhz/AFP)

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