Wirtschaft : Professor Giddens fordert Neubestimmung des Wohlfahrtsstaates fordert

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Eine grundlegende Neubestimmung des Wohlfahrtsstaates fordert Anthony Giddens, Professor der London School of Economics. Auf der Jahrestagung der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung unter dem Motto "Einen dritten Weg indas dritte Jahrtausend" in Berlin forderte Giddens die europäische Linke auf, geschlossen auf die Herausforderungen der Globalisierung zu reagieren. "Die Linke muss die Globalisierung als Chance und nicht als Bedrohung begreifen", sagte Giddens, der als Vordenker der britischen New-Labour-Regierung gilt. "Wenn der Staat falsch organisiert ist, fährt er gegen die Wand", sagte der Professor, der für den Abbau staatlicher Bürokratie plädierte. Das bedeute auch, dass staatliche Leistungen enger an Bürgerpflichten geknüpft werden müssten. Franziska Wietholt von der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) warf Giddens "Schönfärbei" vor, weil er die positiven Auswirkungen der Globalisierung überschätze.

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