Wirtschaft : Programm für 6600 Berliner Jugendliche gestarter

BERLIN (alf).Das Programm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit kommt in Berlin-Brandenburg in Schwung.Von den zwei Mrd.DM, die Bonn für 100 000 Arbeits- und Ausbildungsplätze investiert, fließen 158 Mill.DM nach Berlin und 133 Mill.DM nach Brandenburg.Damit können in Berlin etwa 6600, und in Brandenburg 5500 arbeitslose Jugendliche in Beschäftigung gebracht werden.Das Landesarbeitsamt teilte am Freitag mit, daß voraussichtlich vom 11.Januar an unter der Telefonnummer 08000-100001 Auskünfte über alle Programme eingeholt werden können.Bereits bis zum 1.Februar sollen die Maßnahmen umgesetzt werden, also die Teilnehmer ausgewählt worden sein.Angesprochen sind Jugendliche bis zum 25.Lebensjahr, "die einen Ausbildungsplatz suchen oder als Arbeitslose eine Qualifizierungs- und Beschäftigungsförderung benötigen", schreibt das Landesarbeitsamt.

Folgende Instrumente sollen nach Angaben des DGB eingesetzt werden: Ein Trainingsprogramm/Bewerbungstraining für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz haben (für 800 Jugendliche in Berlin und 666 Jugendliche in Brandenburg); außerbetriebliche Ausbildung für schwer vermittelbare Jugendliche (800 in Berlin, 700 in Brandenburg); Qualifizierung, insbesondere das Nachholen des Hauptschulabschlusses (400 in Berlin, 300 in Brandenburg); weitere Fortbildungsmaßnahmen mit einer flankierenden sozialen Betreuung (400 bzw.300 Teilnehmer); Qualifizierung für Jugendliche ohne Berufsabschluß sowie Weiterqualifizierung für Arbeitslose mit Berufsausbildung (1500 bzw.1250); Lohnkostenzuschüsse für Jugendliche, die länger als drei Monate ohne Arbeit sind (1200 und 1000) - der einstellende Betrieb bekommt bei dieser Maßnahme im ersten Jahr 60 Prozent und im zweiten Jahr 40 Prozent der Lohnkosten erstattet; sogenannte Qualifizierungs-ABM, 30 bis 50 Prozent der ABM-Aufwendungen werden für Weiterbildung ausgegeben (1200 und 1000 Teilnehmer); "beschäftigungsbegleitende Hilfen", vor allem Fortbildung, wenn ein Betrieb die Jugendlichen nicht weiterbeschäftigen kann (60 und 50); soziale Betreuung, um Jugendliche überhaupt wieder an Beschäftigungsfelder heranzuführen (300 und 250).

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