Protest gegen Satellitennavigation : New Yorks Taxifahrer drohen mit Streik

New Yorks Taxifahrer wehren sich gegen Überwachung aus dem All: Falls die Behörden ein Satellitennavigationsgerät für jedes Taxi zur Pflicht machen, wollen sie streiken. Mit Hilfe dieser Technik kann jederzeit überprüft werden, wo sich ein Fahrzeug befindet.

New York "Wir sind bereit, am 5. und 6. September zu streiken", sagte die Chefin der Allianz der Taxiarbeiter New Yorks, Bhairavi Desai. Die Gewerkschaft vertritt etwa 8400 der 26.000 Taxifahrer der Ostküstenmetropole. Die Taxifahrer wehren sich gegen Pläne der Taxibehörde TLC, nach denen ab 1. Oktober an Bord aller Taxis ein Satellitennavigationssystem installiert werden soll.

Diese Navigationssysteme kosten nach Angaben der Taxifahrergewerkschaften 5000 Dollar (3.685 Euro). Mit ihnen könne die TLC zu jeder Zeit verfolgen, wo sich ein Taxi befinde, klagen die Taxifahrer. "Taxifahrer nutzen ihre Fahrzeuge manchmal in der Freizeit. Warum sollten sie der TLC mitteilen, wohin sie am Sonntag mit ihrer Familie fahren?", fragt Desai. Auch erlaube das neue System der TLC eine genaue Kontrolle über die Zahl der Fahrten und die Einnahmen der Fahrer. Sollten die Taxifahrer tatsächlich streiken, dürfte dies den Verkehr in New York deutlich beeinträchtigen: In der Stadt fahren täglich etwa 800.000 Menschen Taxi. (mit AFP)

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