Wirtschaft : Proteste bei Heckert in Chemnitz

CHEMNITZ (dpa).Nur wenige Tage nach der Übernahme durch einen neuen Investor haben rund 150 Beschäftigte des Chemnitzer Werkzeugmaschinenherstellers Heckert am Dienstag vor den Toren des Unternehmens demonstriert.Mit der Aktion wollten sie vor allem auf die befürchtete Senkung der Sozialleistungen für die Mitarbeiter aufmerksam machen, sagte der Chemnitzer IG-Metall-Chef Sieghard Bender.Die neue Geschäftsführung, die seit Ende vergangener Woche mit dem Übergang des Betriebes an die Schweizer Starrfräsmaschinen AG im Amt ist, wies die Vorwürfe zurück.Laut Bender plant die Geschäftsführung eine Wochenarbeitszeit von mindestens 40 Stunden, direkte Lohnkürzungen von zehn bis 20 Prozent und eine Streichung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.Geschäftsführer Franz Betschon sagte den Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung bei positiver Ertragsentwicklung eine Gewinnbeteiligung zu.

Der Kernbereich der Heckert Werkzeugmaschinen GmbH, einer Auffanggesellschaft für die 1997 in Gesamtvollstreckung gegangenen Heckert Chemnitzer Werkzeugmaschinen GmbH, war zum Monatswechsel an das Schweizer Unternehmen verkauft worden.Die Starrag bot rund 180 der ehemals 380 Beschäftigten eine Weiterbeschäftigung an.Nur durch eine Anpassung der Lohn- und Gehaltsstruktur sei eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erreichen, erklärte die Geschäftsführung.In diesem Jahr sollen 80 Mill.DM umgesetzt werden.

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