Prozess : Ex-VW-Betriebsrat Uhl packt über Sex-Dienstreisen aus

Im Prozess um die VW-Affäre hat der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl als Zeuge über das Beiprogramm bei Dienstreisen ausgesagt. Wegen der Teilnahme an Sexpartys auf Firmenkosten wurde er bereits verurteilt.

Uhl
Der ehemalige Betriebsrat von Volkswagen Uhl vor Gericht am Landgericht Braunschweig. -Foto: ddp

BraunschweigDer Ex-VW-Betriebsrat sagte vor dem Landgericht Braunschweig, auf Reisen "habe es sich so ergeben", dass Nachtclubs besucht und Prostituierte in Anspruch genommen wurden. "Dass es nicht richtig war, weiß ich jetzt." Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer habe ihm auch Bargeld gegeben.

Uhl war wegen der Teilnahme an Sexpartys auf Firmenkosten zu einer Geldstrafe von 39.200 Euro verurteilt worden. Neben Gebauer ist Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert angeklagt. Die beiden gelten als Schlüsselfiguren in dem Prozess. Die Anklage legt Volkert Anstiftung zur Untreue in 48 Fällen und Gebauer Untreue in 40 Fällen zur Last.

Der morgige Prozesstag wird mit großer Spannung erwartet: Dann soll der Ex-Konzernchef und Aufsichtsratchef Ferdinand Piëch als Zeuge aussagen. Seinen bisherigen Angaben nach hat er von den Lustreisen nichts gewußt. (imo/dpa)

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