Wirtschaft : PSI leidet unter sinkenden IT-Investitionen Berliner Softwarehaus plant weiteren Stellenabbau

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Berlin (dpa). Das Berliner Softwareunternehmen PSI ist nach einer kurzen Rückkehr in die Gewinnzone wieder in die roten Zahlen gerutscht. Das am Neuen Markt notierte Unternehmen will aufgrund „der anhaltend schwachen Marktsituation im angelaufenen dritten Quartal“ die Restrukturierungsmaßnahmen beschleunigen. Dies umfasse den Abbau von Personal, die Zusammenlegung von Geschäftsstellen sowie die weitere Konzentration auf das Kerngeschäft, teilte die PSI AG am Montag in Berlin weiter mit.

Das zweite Quartal sei von Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung geprägt gewesen, erklärte der Konzern. Viele Unternehmen würden sich daher noch mit Entscheidungen über neue IT-Investitionen zurückhalten. Das betreffe vor allem den Maschinen- und Anlagenbau, wo sich PSI bessere Geschäfte versprochen hat. Der Auftragseingang habe im ersten Halbjahr bei 68 Millionen Euro gelegen, der Auftragsbestand bei 110 Millionen Euro. PSI entwickelt Software für das Management großer Computernetze in der Energiewirtschaft, Telekommunikation und im Verkehr und beschäftigt derzeit noch 1356 Mitarbeiter.

Im zweiten Quartal machte der PSI-Konzern einen operativen Verlust (Ebit) von 1,15 Millionen Euro. Im gleichen Vorjahresquartal lag der Verlust noch bei 0,92 Millionen Euro. Der Umsatz stieg leicht um drei Prozent auf 41,3 Millionen Euro. Im Juni hatte PSI erklärt, 2002 einen Gewinn von sieben Millionen Euro und ein Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent anzustreben. 2001 wurde ein Konzernverlust von 5,1 Millionen Euro ausgewiesen. An der Börse verlor die am Neuen Markt notierte PSI-Aktie bis zum Handelsschluss mehr als sechs Prozent auf 1,81 Euro.

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