Wirtschaft : PSI will mit weniger Personal Gewinn machen Umsatzeinbruch beim Berliner Softwarehaus

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Berlin (msh). Das Berliner Softwarehaus PSI hat in den ersten neun Monaten mit 109,19 Millionen Euro 9,9 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Verlust erhöhte sich auf 11,01 Millionen Euro von Minus 1,1 Millionen Euro im Vorjahr. PSI entwickelt und vertreibt Software zur Steuerung von Prozessen in Firmen und der Verwaltung. Trotz der anhaltend schwachen Nachfrage nach professionellen SoftwareAnwendungen will PSI im kommenden Jahr wieder Gewinne machen. Die Aktie des am Neuen Markt notierten Unternehmens reagierte mit einem Abschlag. Der Kurs der PSI-Aktie sank gegen den Markttrend bis zum Nachmittag um 1,32 Prozent 1,50 Euro.

Im laufenden Jahr hatte PSI besondere Probleme in der Sparte Produktionsmanagement, die Programme für die Industrie- und die Logistikbranche verkauft. Hier ging der Umsatz in den ersten neuen Monaten um 18,6 Prozent auf 35,8 Millionen Euro zurück. Die Sparte gilt mit ihren Produkten für die Logistikbranche und den Mittelstand als besonders anfällig für konjunkturelle Schwankungen. PSI-Chef Harald Schrimpf hat das Produktionsmanagement daher neu ausgerichtet und organisatorisch neu gegliedert. Im Zuge der Umstrukturierung wird PSI, wie vom Tagesspiegel berichtet, 50 weitere Arbeitsplätze abbauen. Derzeit hat PSI noch rund 1300 Mitarbeiter. Der Arbeitsplatzabbau soll Einsparungen von 2,5 Millionen Euro pro Jahr bringen. Mit dem Betriebsrat wurde ein Interessenausgleich (siehe Lexikon) vereinbart.

Ebenfalls wenig erfolgreich war das Segment Informationsmanagement, das Software-Produkte für Behörden und Dienstleister vertreibt. Der Umsatz sank um 9,5 Prozent auf 19,09 Millionen Euro von 21,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Für das laufende Jahr rechnet Schrimpf weiter mit einem Umsatzrückgang um 15 Prozent sowie einem operativen Verlust von zwölf Millionen Euro. Im Jahr 2003 erwartet der PSI-Chef keine wesentliche Besserung der Wirtschaftslage und daher allenfalls stagnierende Umsätze. Durch die Einsparung von Personalkosten soll das Ergebnis aber wieder positiv ausfallen. Der Gewinn vor Steuern soll zwei bis vier Millionen Euro betragen.

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