Wirtschaft : Puma bleibt weiter auf Rekordjagd

mwb/HB

Der Sportartikelhersteller Puma hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Blitzstart hingelegt und die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der Aktienkurs des im M-Dax gelisteten Unternehmens schnellte bis zum Mittag um mehr als vier Prozent auf ein neues Jahreshoch von 58,30 Euro.

Die Ausrichtung auf Sport-Life-style-Mode, die inzwischen rund 70 Prozent des Geschäfts ausmacht, scheint sich auszuzahlen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdreifachte sich in den ersten drei Monaten nahezu auf 33,6 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz stieg um rund 55 Prozent auf 232,8 Millionen Euro. Einen großen Umsatzsprung machte Puma auf dem weltweit größten Sportartikelmarkt in den USA mit einem Plus von 58 Prozent. In Europa stiegen die Umsätze um mehr als 60 Prozent.

Auch für das Gesamtjahr erwartet Puma-Chef Jochen Zeitz "neue Rekordergebnisse". Das Vorsteuerergebnis und der Umsatz würden 2002 um mindestens 30 Prozent wachsen. Bislang hatte er sich zurückhaltender geäußert und ein Umsatzplus von mehr als 20 Prozent prognostiziert. Im zweiten Quartal rechnet er wie in den ersten drei Monaten mit einem Wachstum von mehr als 50 Prozent. Als Begründung nannte Zeitz den hohen Auftragseingang, der um 62 Prozent auf die Rekordmarke von 430,5 Millionen Euro gewachsen sei. Impulse für die Marke Puma soll auch die Fußball-WM im Sommer in Japan und Südkorea bringen, bei der Puma mit vier Teams drittgrößter Ausrüster sei.

Analysten zeigten sich von den Zahlen positiv überrascht. Michael Winkler von der WestLB Panmure bezeichnete das Puma-Ergebnis im ersten Quartal als "sensationell" und hob das Kursziel auf 65 Euro an. Nach Einschätzung der Analysten dürfte der Boom nach sportlicher Freizeitmode weiter anhalten. Auch der weitaus größere Konkurrent Adidas hat das Geschäft mit Lifstyle erkannt und will damit mittelfristig ein Drittel seines Umsatzes machen.

Darüber hinaus engagiert sich das Medienunternehmen Regency immer stärker bei Puma. Regency und seine Partnerunternehmen erhöhten im ersten Quartal ihre Anteile an Puma von 32,25 auf 40,23 Prozent, teilte der Sportartikelhersteller mit. Ziel der Partnerschaft sei es, Puma-Produkte bei Filmproduktionen noch stärker zu vermarkten.

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