Wirtschaft : Puma ist auf dem Sprung

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Von Maurice Shahd

Der Sportartikelhersteller Puma ist ein gutes Beispiel dafür, wie man aus einem langsamen Unternehmen ein schnelles machen kann. Galt Puma noch vor wenigen Jahren als Billiganbieter mit drögen Produkten, hat die Marke inzwischen Kultstatus erreicht. Größter Beliebtheit erfreuen sich die Turnschuhe, Trainingsjacken und Taschen von Puma vor allem unter Jugendlichen. Diesen Erfolg hat die Firma insbesondere ihrem Chef Jochen Zeitz zu verdanken, der Puma konsequent auf sportliche Freizeitmode ausrichtete. Umsatz und Gewinn wachsen mit Raten, von denen die Marktführer Nike und Adidas nur träumen.

Doch der Weg vom reinen Sportausrüster zum sportiven Modekonzern ist risikoreich. Die Großen der Branche haben bereits reagiert und bringen eigene Kollektionen auf den Markt. Neben den Sportkonzernen tritt Puma auch gegen die etablierten Modefirmen wie Boss oder Tommy Hilfiger an, die ihrerseits sportlicher werden. Mit seinem LifestyleKonzept ist Puma von Modetrends abhängig, die sich schnell ändern können. Sollten die Kids mal nicht mehr auf Puma stehen, könnte es schnell vorbei sein mit dem Erfolg. Ein Risiko ist auch der Einstieg ins Einzelhandelsgeschäft. Puma betreibt jetzt 16 eigene Boutiquen an exponierten Standorten in Paris, New York und Tokio. Das Unternehmen begibt sich mit dieser Strategie auf unbekanntes Terrain, und sollten die Umsätze einmal zurückgehen, werden die Geschäfte schnell zu einem Kostenproblem.

Puma steht jetzt an einem Scheideweg. Will Vorstandschef Zeitz erfolgreich bleiben, muss er wie die Modekonzerne auch in Zukunft die Trends setzen und konsequent in Marketing investieren. Nach den jüngsten Erfolgen ist das Geld dafür vorhanden.

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