Wirtschaft : P&C kauft die Marke Sandra Pabst

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Berlin Die Berliner Designerin Sandra Pabst hat nach Informationen der „Welt“ ihre gleichnamige Modemarke an die Textilhauskette Peek&Cloppenburg verkauft. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Der Konzern wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen. „Wir äußern uns grundsätzlich nicht“, sagte Firmensprecherin Britta Gorissen in Düsseldorf. Mit 67 Häusern und einem Netto-Umsatz von rund einer Milliarde Euro im Jahr 2003 gehört Peek& Cloppenburg zu den größten deutschen Textilunternehmen. Pabst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Ursprünglich hatte das Firmenimperium der Pabst-Familie aus zwei Unternehmen bestanden. Pabst gehörte zu den großen Modehäusern an der Spree. Die Gerhardt Pabst GmbH, die für die Produktion der Damenoberbekleidung zuständig war und die Sandra Pabst GmbH, die für Vermarktung der Marke und die Kollektion zuständig ist.

Sandra Pabst war bis März 2002 Geschäftsführerin der Firma ihres Mannes, der Gerhard Pabst GmbH. Das Unternehmen musste jedoch im Jahr 2002 Insolvenz anmelden. Als Grund wurde damals die „schlechte Marktlage“ und eine damit verbundene Kürzung der Kreditlinien durch die Hausbank angegeben.

Das Unternehmen, das zuvor seit 49 Jahren im Bezirk Wilmersdorf ansässig gewesen war, beschäftigte zuletzt 75 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro.

Damals meldeten sich mehrere Übernahme-Interessenten. Auch Sandra Pabst mit ihrer Firma gehörte dazu. Zu einer Übernahme kam es damals jedoch nicht – das Unternehmen wurde im Herbst 2002 aufgelöst.

Die Sandra Pabst GmbH, die für die Vermarktung der Marke und für die Entwicklung der Kollektion zuständig ist, blieb davon unberührt. Sandra Pabst wurde als Designer-Label bezeichnet, Pabst selber charakterisierte ihre Kollektion einmal als „Einstiegspreislage in das obere Preissegment“. Tsp

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