Wirtschaft : Putzfrauen

Minijobs machen die legale Anstellung erschwinglich

Alexander Dluzak

PREIS DER WOCHE

Es gibt ein ganzes Heer von Putzfrauen, die die deutschen Privathaushalte sauber halten. Das ist auch kein Wunder, denn schließlich können sich die meisten die Hilfe beim Saubermachen locker leisten: In den Kleinanzeigen fangen die meisten Angebote bei sieben Euro die Stunde an. Ohne Steuern und Sozialabgaben allerdings – denn über neunzig Prozent der Putzfrauen in Deutschland arbeiten schwarz, schätzen Experten.

Wer das Beschäftigungsverhältnis legalisieren will, dem bietet der Gesetzgeber eine Alternative. Die Putzfrau kann als Minijobberin angemeldet werden – allerdings wird sie dann auch etwas teurer. Der Arbeitgeber zahlt auf den Lohn 13,3 Prozent für Kranken- und Rentenversicherung. Bei sieben Euro schwarz – die Höhe bestimmen weiterhin Auftraggeber und Putzfrau – steigt der Lohn in der Stunde nicht mal um einen Euro. Dazu kommen noch maximal 66 Euro im Jahr für die Unfallversicherung. Dafür ist der Auftraggeber das Risiko einer Strafe los.

Wem das alles zu umständlich ist, der kann sich einfach an eine Dienstleistungsagentur wenden. Dort sind die Stundenlöhne zwar höher, dafür bekommt man aber eine ausgebildete Gebäudereinigungskraft. Bei der Berliner Gebäudereinigungsfirma von Thomas Behrend (www.putzhilfe.com) kostet die Stunde etwa 17 Euro. Spezialreinigungen wie das Shampoonieren von Teppichböden bekommt man bei Ali Kogumtekin von der Gebäudereinigungsfirma "callacleaner" (www.callacleaner.com) für 22 Euro pro Stunde.

Spezialisiert auf die regelmäßige Reinigung von Privathaushalten ist der „Swirl Homeservice“ (www.swirlhomeservice.de). Die Reinigung einer 60 Quadratmeter großen Wohnung kostet 28 Euro. Und wer mit seinen knittrigen Hemden zu kämpfen hat, der gibt sie der Reinigungskraft einfach mit - Swirl Homeservice hat nämlich auch einen Bügeldienst. Foto: Jürgen Schwarz

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